Roger Moll: Abschliessende Richtigstellungen zum „Margarethenstich“.

Was recht ist, ist recht!
Das Abstimmungsresultat vom 24. September hat viele Baselbieterinnen und Baselbieter überrascht. In diversen Medienberichten wurde darüber – leider fast nur negativ und polemisch – berichtet. Oft wurden bar minimalster Fachkenntnisse Thesen aufgestellt, die jeglicher Grundlage entbehrten.

Basel soll den Margarethenstich selber bauen.
Dies eine Forderung des JA-Kampagnen leiters M. Messmer, der die Abstimmung trotz prominentester Besetzung seines Komitees geradezu fahrlässig verloren hat. Offenbar weiss Messmer nicht, dass bei der Dorenbachkreuzung 2/3 der Fläche auf Landschäftler Boden liegt. Nicht bekannt ist Politikern aus beiden Kantonen ausserdem die Tatsache, dass von der Kastanienallee ca. 20 m für den Rechtsabbieger hätten beansprucht werden müssen. Oder dies wurde bewusst totgeschwiegen. Das Gleiche gilt auch bei der Friedhofstrasse, deren unterer Teil ebenfalls zur Neugestaltung hätte verändert werden müssen. Fazit: Baselstadt müsste ein Landabtretungsverfahren mit Basel-Landschaft einleiten. Ausgang ungewiss!

Weitere Falschaussagen von Herrn Messmer: Für Binningenl Bottmingen freie Autofahrt. Auch diese Aussage ist komplett daneben. Im mittleren und hinteren Leimental sind zahlreiche grosse und mittlere KMUs angesiedelt. Betriebe, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht vor Ort wohnen. Viele von ihnen reisen täglich aus der näheren und weiteren Umgebung an. Zu glauben, sie alle mit dem ÖV an ihren Arbeitsort karren zu können, ist realitätsfremdes Wunschdenken. Ausserdem haben Leimentaler Gemeinden ihre Bauperimeter bereits auf die Ost- resp. Westhügelzüge erweitert, was mittelfristig das Bevölkerungswachstum befördern wird. Und längst nicht alle Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger würden dann den ÖV als Transportmittel zu ihrem Arbeitsplatz wählen.

Referendum wegen einer Ampel.
Auch zu diesem Thema steht all jenen, welche die Abstimmung verloren haben, mangelnde Sachkenntnis im Weg. Von einer Ampel zu reden ist völliger Unsinn. Bei beiden Kreuzungen wäre eine gesteuerte Lichtsignalanlage installiert worden. Bei beiden Kreuzungen wären unweigerlich zusätzliche Staus entstanden, die nicht nur die Gemeinde Binningen, sondern auch das Gundeldingerquartier und das Neubadquartier betroffen hätten. Und es gilt noch weitere Gründe zu beachten: Die Gesamtansicht zum Margarethenhügel wäre nachhaltig beeinträchtigt worden. Die 80 – 100 jährigen Bäume abzuholzen, hätte man getrost als Flurfrevel bezeichnen können.

Thema Ozeanium.
Das Ozeanium war für das Referendum Komitee nie ein Thema, weil zwischen dem Margarethenstich und dem Ozeanium kein Zusammenhang bestanden hat. Auf der HomepPage www. Margarethenstich-nein.ch von P. Bossert sind die bautechnischen Möglichkeiten zur Realisierung des Ozeaniums dargestellt. Deshalb stimmt auch die Aussage von Marc Keller (Tiefbauamt Basel-Stadt) nicht, der zufolge das Ozeanium im Falle einer Ablehnung des Margarethenstichs nicht gebaut werden könnte.

Schlussfolgerungen:
Bei einer Stimmbeteiligung von 46.34% haben rund 57% der Baselbieterinnen und Baselbieter mit ihrem NEIN dem Projekt Margarethenstich eine massive Absage erteilt. Und dies, obwohl eine grosse Mehrheit des Landrates und alle politischen Parteien – ausgenommen der SVP – die Vorlage befürwortet hatten. Im am direktesten betroffenen Leimental haben sich gar alle Gemeinden gegen die „direkte“ Tramverbindung zum Bahnhof SBB ausgesprochen. Dies war selbst für uns Gegner ein verblüffendes und deshalb umso überzeugenderes Ergebnis. Ein Nachgeschmack bleibt vorhanden, da es sich beim Margarethenstich offenbar um eine wirtschaftliche Angelegenheit der BL T handelt um schliesslich die Linie 17 zusätzlich lukrativ aufzuwerten. Am 07.10.17 stellte die RR S. Pegoraro in „Der Schweiz am Wochenende“ fest, dass ein Reloaded Margarethenstich nicht zur Disposition steht, weil dies einer Missachtung des Volkwillens darstellt.

Wie weiter?
Für die Verlierer der Abstimmung wäre es nun angebracht, das Verdikt des Volkes zu respektieren, das Ergebnis zu akzeptieren und gemeinsam mit den „Gewinnern“ ein Geamtverkehrskonzept ab 2020 zu diskutieren und mit zu gestalten. Stattdessen werden der Präsident und Mitglieder des Referendumskomitees mit anonymen Telefonaten , Mails und Briefen übelster Sorte aus dem Befürworter-Lager belästigt, beleidigt und diskreditiert. Im Bereich Optimierung des ÖV-Netzes ist grosses Potenzial vorhanden. Setzen wir uns zusammen und gestalten wir die Zukunft des ÖV BS und BL gemeinsam.

Für das Referendumskomitee:
Der Präsident Roger Moll (16.10.2017, mo)

Margarethenstich-Schwindel auf den Punkt gebracht!

Mein folgender Leserbrief erschien am 6. Oktober 2017 sowohl in der BAZ als auch in der BZ:

Es ist billig, Regierungsrätin Sabine Pegoraro zu unterstellen, dass die Margarethenstich-Abstimmung nur ihretwegen nicht gewonnen wurde. Ebenso billig ist es, wenn Marc Keller vom Baudepartement dem Referendumskomitee de facto unterstellt, dass das Ozeanium wegen der verlorenen Abstimmung nicht gebaut werden kann. Auf der Webseite des Referendumskomitees ist ersichtlich, dass man nie gegen den Bau des Ozeaniums gewesen ist. Die Verstrickungen zwischen dem Margarethenstich, dem BLT Gleisersatz, dem Ozeanium und dem neuen Heuwaage-Kreisel werden auf der Webseite aufgelöst und entflechtet.
Beim Margarethenstich geht es nur um rein wirtschaftliche Interessen der BLT, die von Andreas Büttiker und seinem Kampagnenleiter Manfred Messmer ausgeheckt wurden. Mit dem neuen Vorschlag, Basel solle den Margarethenstich trotz des Baselbieter Neins zusammen mit Bundesbern realisieren, werden Basel-Stadt und Baselland gespalten und die wahren Interessen der BLT verschleiert. Basel-Stadt wird weder den Margarethenstich noch den Heuwaage-Bogen erstellen, da beides nur der BLT nützt. Die BLT will die Linie 17 in Richtung Badischer Bahnhof ändern, weil der 17 er nur 7 Mal pro Tag zum Wiesenplatz fährt und sich nicht mehr rentiert. Es ist legitim, dass die BLT mit dem «Margarethenstich-Trick» nur Kasse machen wollte. Dass dabei das Volk beider Basel veräppelt wurde, ist nicht akzeptierbar.

Mein heutiger Leserbrief steht auch in Zusammenhang mit dem BAZ-Artikel vom 02.10.2017 von Manfred Messmer, der m.E. auch deutlich die wahren Absichten offenlegte, die die BLT mit dem „Margarethenstich“ bezweckt hatte. Aber das Stimmvolk in Basel-Land hat sich glücklicher Weise am 24.09.2017 nicht für dumm verkaufen lassen und hatte den Schwindel durchschaut.

Landratsbeschluss Margarethenstich ABGELEHNT !! 56,87% für „NEIN“

Wir DANKEN allen, die mit ihrem gesunden Menschenverstand für „NEIN“ und damit gegen das „Luxusprojekt“ Margarethenstich gestimmt haben:

56,87% ist ein überwältigendes Ergebnis, auch wenn man berücksichtigt, dass 80 (!) der 86 Gemeinden im Kanton Basel-Land GEGEN den Landratsbeschluss Margarthenstich gestimmt haben.

Nochmals: DANKE an ALLE, die mit ihrer Stimme das Projekt verhindert haben.

BLT-Chef Büttiker hatte am 30.06. bestätigt: „Variante Heuwaage-Bogen ist machbar“ !!

Auch am gestrigen Mittwoch, 13.09.2017 war im Hörfunk auf SRF1 im „Regionaljournal Basel“ zu hören, dass der Abstimmungskampf um den Margarethenstich nun härter wird.

Insbesondere BLT-Chef Büttiker warf den Gegner des Margarthenstichs vor, sie würden mit der Margarethenstich-Alternative „Heuwaage-Bogen“ Unwahrheiten verbreiten:

Fakt ist aber – und das sagt BLT-Chef Büttiker in der Öffentlichkeit leider nicht -, dass er selbst doch anlässlich der Sitzung vom 30. Juni 2017 in Anwesenheit von Frau RR Sabine Pegoraro, Herrn GP Mike Keller,  Herrn Roger Moll und Paul Bossert wörtlich bestätigt hatte, dass die Variante über den Heuwaage-Bogen

machbar

ist!

Auch Presseberichte mit roten Kommentaren lesen…


Stand: 14.09.2017, 06:15,
aktualisiert: 14.09.2017, 20:58

Heute in der BAZ: Unser ultimatives Argument GEGEN (!) den Margarethenstich: Der Heuwaage-Bogen !!

Heute, 11.09.2017, in der BAZ auf einer halben Zeitungsseite 20: Das Hauptargument GEGEN den Margarethenstich von Baufach Paul Bossert:

Auch auf unserer Webseite „Die richtige Lösung“ wird im Detail erklärt, wie der Heuwaage-Bogen als kostengünstigere und bessere Alternative zum sündhaft-teuren und verkehrstechnisch- unsinnigen Margarethenstich realisiert werden kann.

Fast 3’500 Unterschriften heute in Liestal eingereicht !!

Roger Moll, Paul Bossert,  Urs Weber und Roman Oberli vom Referendumskomitee haben heute um 10:00 Uhr in Liestal (BL) knapp 3.500 Unterschriften zur Beantragung des Referendums gegen das 32-Mio-Franken-Projekt „Margarethenstich-Tram“ bei Herrn Peter Vetter vom Kanton Basel-Land eingereicht. Erforderlich wären 1’500 Unterschriften!
Nachfolgend ein kurzes Video (5 Minuten) von der heutigen Unterschriften-Übergabe:

Auch im SRF-Regionaljournal Basel/Baselland wurde heute um 12:03 über die in Liestal eingereichten Unterschriften berichtet.

Das Referendum über den „Margarethenstich“ wird in aller Voraussicht am 24. September 2017  durchgeführt werden.

Stand: 12.04.2017, 16:00, aktualisiert: 13.04.2017, 8:00

SRF1-Audiobericht im „Regionaljournal Basel“ am 29.03.2017, 17Uhr30

Am Mittwoch, 29. März 2017, 17Uhr30 wurde im „Regionaljournal Basel“ auf SRF1 ein Hörfunk-Bericht zum Referendum über den „Margarethenstich“ gesendet.

Wir stellen den Hörfunk-Bericht, in dem auch Interviews mit Mitgliedern aus unserem Referendum-Commité zu hören waren, hier online:


Quelle

Wir sind gegen das sinnlose Millionenprojekt